Google+ Chias Bücherecke: Rezension: Silberlicht - Schwanenzauber 1

Rezension: Silberlicht - Schwanenzauber 1





»Für tausend Jahre soll sie still schweigen! Gefangen im Körper eines Tieres soll sie leben! Nie wieder soll sie zu den Ihren zurückkehren! Tausend Jahre soll sie kommen und gehen sehen! Kein Wort soll sie sprechen, kein Kind soll sie gebären!«
Tausend Jahre sind vergangen.
Adair ist so unschuldig wie sie schön ist, wild und frei wie die Geschöpfe des Himmels.
Der sechzehnjährige Ronin verbringt die Sommerferien mit seinem Dad und dessen viel jüngerer Freundin in einem Ferienhaus am Big Bears Lake. Es sind die ersten Ferien nach der Trennung der Eltern.
Als Adair auf Ronin trifft und seinen Beschützerinstinkt weckt, wird das Schwanenmädchen mit einer fremden Welt konfrontiert, die außergewöhnliche Erfahrungen für sie bereithält, aber auch Gefahren jenseits ihrer Vorstellungskraft.

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Katja Piel wurde 1972 in Kelkheim geboren und lebt seit 20 Jahren mit Mann und Kind in Rodgau in Hessen. Sie war über 16 Jahre in der IT-Branche tätig. Seit Oktober 2014 arbeitet sie als freie Autorin.
Die Kuss der Wölfin Fantasy Reihe  war ihr Durchbruch im Mai 2013.
(Quelle: Amazon.de)

 „Silberlicht – Schwanenzauber 1“ von Katja Piel ist der erste Teil einer Fantasy-Trilogie.
Im Sommerurlaub besucht Ronin wieder ein Ferienhaus am Big Bears Lake. Irgendwie hat er nicht wirklich Lust drauf, da sein Vater mit seiner neuen und jüngeren Freundin auch dabei ist. Auf der Suche nach Ablenkung von dem Geturtel findet Adair, die von einem tausendjährigen Fluch befallen ist.

Ronin ist 17 Jahre alt und muss erstmal verdauen, dass seine Eltern getrennt sind und vor allem, dass sein Vater eine neue Freundin hat. Er mag die Neue zwar, aber es fehlt sich dennoch fremd an.  Sonst ist er ein normaler Teenager, der selber Liebe sucht und das was ihm wichtig ist, beschützen möchte.

Adair hat tausend Jahre als Schwan gelebt. Sie kennt die Welt in der wir leben nicht. Alles ist neu und befremdlich für sie. Einzig durch Ronin findet sich einen Zugang zu dieser Welt.

Die Charaktere an sich sind gut und glaubhaft gestaltet. Jeder hat so seine Macken und Besonderheiten. Man kann sich gut mit ihnen identifizieren.

Die Geschichte spielt in unserer Welt, genauer gesagt in den USA. Es wird plausibel erklärt wie auch Adair dort hinkommt und wie sie verflucht wird. Der Schwanenzauber übt eine große Faszination aus. Nicht nur auf den Leser. Es wirkt sich auch im Buch aus.
Natürlich bleibt Adair nicht unentdeckt. Die Presse bekommt von ihr Wind und schon geht die Hetzjagd los.
Katja Piel beschreibt sehr realistisch, wie die Menschen auf so ein Wunder reagieren würden; von helfenden Freunden bis hin zu denen, die sie zu Versuchszwecken haben möchten. Welche Abgründe sich dabei auftun, erschrecken einen. Dennoch sind diese Teil unseres Wesens.
Es ist spannend und interessant wie Ronin und Adair zusammen finden. Wie sie die neue Welt entdeckt und wie Ronin damit umgeht.
Doch irgendwann ist die Spannung raus und es müsste etwas passieren. Zwar gerät Adair in Gefahr, aber der rote Faden ist nicht ganz da. Was ist Adairs Rolle in unserer Welt? Wie gehören sie und Ronin zusammen?
Es dreht sich eher mehr um ihre Erfahrungen in der unbekannten Welt und so fehlt etwas.

Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen und entführt den Leser in die Welt um Ronin und Adair. Man liest normal aus der Sicht von Ronin. Im späteren Teil des Buches auch aus anderen Sichten. Dies ist nicht weiter schlimm. Zumindest dann nicht wenn Adair etwas ohne Ronin macht. Doch man liest plötzlich etwas von einer Person, die man nicht kennt. Man ahnt zwar, dass es wichtig wird. Doch fühlt man sich aus dem Geschehen rausgerissen.

Das Cover zeigt eine Silhouette eines Frauenkopfs. Die Haare gehen dabei in Blumen und Schmetterlinge über. Der Kopf und Teile des Titels sind Türkis gehalten, der Rest silbrig-weiß. Es ist ein richtiger Eye-Catcher.

 Als ich das Cover gesehen habe, war mir klar ich muss das Buch lesen. Auch die Idee mit dem Schwanenfluch hat mir auf Anhieb gefallen. Es ist mal etwas anderes. Doch konnte mich die Umsetzung nicht ganz überzeugen. Bis zur Hälfte ca. war alles in Ordnung. Ich habe bewundert wie die zwei Aufeinander treffen und was es für Auswirkungen hat. Doch dann hat mir einfach etwas gefehlt. Der Glanz und Zauber gingen verloren.

Deswegen gibt es nur 3 ½ von 5 Wölfen.




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