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Rezension: Leilani







Die fünfzehnjährige Deutsch–Hawaiianerin Lela wünscht sich sehnlich, die Heimat ihres Vaters und seine Familie kennenzulernen. Als die traurige Nachricht aus Übersee eintrifft, ihr Opa sei schwer erkrankt, darf sie ihren Vater endlich dorthin begleiten.

Überwältigt vom hawaiianischen Lebensgefühl, freundet sie sich mit dem gleichaltrigen Daniel an und verliebt sich. Es wäre ein perfektes Paradies, wenn nicht der Opa krank wäre und in der Familie alte Konflikte aufbrächen. Als der Streit seinen Höhepunkt erreicht, soll Lela eine Seite wählen: die ihres Vaters oder die ihrer ersten großen Liebe. Aber da haben die anderen nicht mit ihrer Willenskraft gerechnet!

Autorenseite ...

Aufgewachsen in den 1970/80ern in der Kurpfalz, im Südwesten Deutschlands, wo sie als Rechtsanwältin tätig war und Informatik studierte, zog sie Anfang des neuen Jahrtausends an den Rand des Münsterlands – der Liebe wegen.

Heute lebt und arbeit sie mit ihrer Familie im Niemandsland zwischen Ruhrgebiet und Münsterland. Statt Schriftsätzen oder Programmcodes verfasste sie nun Romane und Kurzerzählungen.
(Quelle: http://sabine-schaefers.de/personliches)

 „Leilani“ von Sabine Schäfers ist ein Jugendbuch.

Von ihren Verwandten auf Hawaii weiß Leilani nicht. Denn ihr Vater hat den Kontakt abgebrochen und spricht nicht drüber. Erst als Lelas Großvater im Sterben liegt, darf sie mit ihre Vater nach Hawaii und diesen Teil der Familie kennen lernen. Doch ist dies alles nicht so leicht und dann verliebt sie sich auch noch.

Lela hat es nicht leicht zu Hause. Ihre Eltern streiten sich oft und ihre Mutter hat einen starken Beschützerinstinkt. Doch findet sie bei Michi, ihrer Freundin, Halt und unternimmt viel mit ihr. Auf der einen Seite freut sich Lela auf Hawaii, aber auf der anderen weiß sie nicht so recht wie sie ihrer Familie gegenüber auftreten soll. Ihr Vater ist ihr da kein Vorbild.

Die meisten Charaktere sind einfach gehalten, strahlen aber ihre Persönlichkeit heraus. So weiß man schnell mit wem man es zu tun hat. Gerade Lela entwickelt sich im Laufe der Handlung und auch der ein oder andere muss über seinen Schatten springen.

Der Großteil der Geschichte spielt auf Hawaii. Das richtige Feeling kommt direkt auf durch die Blumenketten und die Sprache. Man fühlt sich als Leser selbst willkommen dort. Man lernt etwas über die Gebräuche, aber vor allem Lelas Familie kennen.

Der Schreibstil ist recht einfach gehalten. Alles was wichtig ist, wird gut beschrieben. Dabei wird auf große Umschweife verzichtet. Lelas Gefühle kommen gut rüber und sich nachvollziehbar. So kann man sich mit ihr identifizieren.
Die entstandene Liebe glänzt damit, dass sie sehr unschuldig beschrieben wird. Lela und Daniel lassen sich viel Zeit und genießen es.
Durch den ganzen Familienkonflikt und Lelas Liebe zu Daniel wird Spannung in die Handlung gebracht. Es gibt immer wieder Wendungen, die vieles  über den Haufen werfen. Deswegen fiebert man einfach mit Lela mit.

Das Cover ist grün und in der Mitte ist ein Mädchen mit einem Surfboard zu sehen.  So stellt man sich Lela vor. Zusammen mit dem Blumenherz wird ein Hawaii-Feeling vermittelt.

Nach dem ich das Cover gesehen hatte, wollte ich wissen ob es mich wirklich mit nach Hawaii entführen kann. Dies hat es getan und mir hat es gut gefallen. Lela Familiendrama ist mir dabei sehr nahe gegangen und hat mich tief berührt.  Das Gegenstück dazu war für mich die Liebe zu Daniel. Da gab es die schönen Seiten des Lebens zu lesen.


Es gibt 5 von 5 Wölfen.



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