Google+ Chias Bücherecke: Chias Frühlingskalender #31

Chias Frühlingskalender #31

 Zum Abschluss gibt es einen historischen Roman für Jugendliche.

Von außen sah der Palazzo aus wie immer. Nur standen keine
Spanier am Tor, sondern Männer der städtischen Miliz. Keine fremden Soldaten – das war wohl die Freiheit, die Enzo gemeint hatte. Als sie an den Soldaten vorbeigingen, wurden sie nicht wie sonst angehalten. Stattdessen nickte einer von ihnen Mirella zu: Pietro, der Sohn des Gemüsehändlers im Vicolo del Vo`. Er hatte ein stolzes Lächeln im Gesicht.


 Titel: Königliche Republik
Autor:  Annemarie Nikolaus
Preis:
12,99 €; eBook 4,99 €
Seiten:
397


1. Stell dich doch bitte meinen Lesern vor!
Seit etwas über zehn Jahren schreibe ich Belletristik und habe davor unter anderem als Journalistin gearbeitet. Ich bin Sozialwissenschaftlerin mit einer besonderen Vorliebe für Geschichte und lebe mittlerweile mit meiner Tochter in Frankreich.

2. Mirella scheint ja in einer verzwickten Lage zu stecken. Wie ist sie so?
In ihrem bisherigen Leben hat Mirella gelernt, dass nichts wichtiger ist als die Familie. Deshalb steht sie loyal zu ihrem Bruder, so sehr sie auch missbilligt, was er tut. Anfangs ist sie allerdings nur aus Sorge um ihn dagegen, dass er sich einmischt.
Den Aufstand findet sie durchaus gerechtfertigt, aber aussichtslos. Sie selber leidet besonders darunter, dass es immer weniger zu essen gibt; sie sieht die Familie schon verhungern ...
Als sie erlebt, wie viel besser es den Menschen unter der Herrschaft de Guises geht, gerät sie in einen Gewissenskonflikt, weil sie nicht mehr gutheißt, dass Dario sich mit den Landbaronen verbündet hat, ihn aber doch nicht verraten kann. Sie will den Konflikt lösen, indem sie Dario einerseits schützt, andererseits aber versucht, die Niederlage Neapels zu verhindern.
Auch in jener Zeit, als die Menschen sehr früh „erwachsen“ wurden, eine große Aufgabe für ein junges Mädchen, das sich bis dahin nur für Kleider und Bälle interessiert hat.

3. Was ist in Mirellas Augen so besonders an Alexandre?
Er ist ihr gleich bei der Krönung ins Auge gefallen, weil er im Gefolge des Herzogs de Guise eine besondere Stellung hat: Sie hat Zugang zum Hof, weil ihr Vater Hoflieferant auch für de Guise wird, und lernt Alexandre dadurch kennen.
Alexandre beeindruckt sie durch seine unerschütterliche Treue: Er kam mit de Guise, um Neapel gegen die Spanier zu verteidigen. Während er, der Fremde, sein Leben für die junge Republik wagt, hat sich Mirellas Bruder mit dem Landadel gegen seine eigene Stadt verschworen. Und Mirella leistet wider besseren Wissens Botendienste für ihren Bruder, weil es ihr nicht gelingt, ihn umzustimmen. So wird Alexandre zu ihrer Nemesis und sie sieht sich mehr und mehr gefordert, selber in das Schicksal Neapels einzugreifen.

4. Warum spielt das Buch in Neapel? Ist die Jahreszahl für dich auch von Bedeutung?

Ich bin zu dem Thema über eine neapolitanische Oper gekommen, die ich vor einigen Jahren gesehen habe.
Das Buch greift auf ein Stück neapolitanische Geschichte zurück und die Handlung spielt im Rahmen der tatsächlichen Ereignisse vom „Masaniello-Aufstand“ gegen die spanischen Steuern im Sommer 1647 bis zur Niederlage der Republik im April 1648. Darum kann der Roman nur dort und nur zu dieser Zeit spielen.
In dem Buch gebe ich zur Orientierung eine kurze Zusammenfassung der historischen Ereignisse, denn das ist nicht gerade ein Ereignis, das in deutschen Schulbüchern vorkommt.

5. Gibt es sonst noch Bücher von dir?

Ja. Und zwar in verschiedenen Genres.
Ein Liebesroman –„Die Enkelin“ - , der in der Reihe „Quick, quick, slow –Tanzclub Lietzensee“ erschienen ist und von einer ersten Liebe erzählt.
Mehrere Fantasy: „Das Feuerpferd“, ein Roman als Co-Produktion mit zwei weiteren Autorinnen. Ein längerer Beitrag in der Anthologie „Renntag in Kruschar“, die in einer Welt spielt, in der Drachen die Rolle von Reit- und Zugtieren inne haben. Von der gleichen Welt erzählt „Die Piratin“, als E-Book im Carlsen Verlag erschienen. – Sodann eine Sammlung Fantasy-Kurzgeschichten für Kinder: „Magische Geschichten“.
Ein Science Fiction-Roman für die Weihnachtszeit: „Leuchtende Hoffnung“, auch ein Werk aus mehreren Federn.
Und Krimi-Kurzgeschichten: „Ustica“ als Einzelveröffentlichung und mit „Verjährt“ ein Band historischer Kurz-Krimis.




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