Google+ Chias Bücherecke: Rezension: Rausgekickt - Blaue Vögel

Rezension: Rausgekickt - Blaue Vögel





Unermüdlich arbeiten Schicksalsboten daran, Paare zusammenzubringen. Auch Mechthild sollte mit ihren 44 Jahren längst den Mann an ihrer Seite gefunden haben. Doch ständig dem tyrannischen Vater ausgesetzt, stolpert sie ängstlich durch ihr Leben und Katastrophen pflastern ihren Weg. Selbst vor den Schicksalsboten machen ihre Unfälle nicht halt.

Internetseite und Leseprobe ...

Vera Nentwich wurde im Juni 1959 im Sternzeichen Krebs geboren. Sie wuchs mit zwei jüngeren Brüdern heran und fügte sich, so gut sie konnte, in das ihr vorgegebene Leben. Dieses Leben führte sie zu Dingen, wie Eishockey, einer Lehre zum Werkzeugmacher, dem Studium der Verfahrenstechnik, der Tätigkeit für ein amerikanisches Direktvertriebsunternehmen und einer Hochzeit. Während allen diesen Stationen schrieb sie. Sei es Texte in Programmzeitschriften, Kolumnen oder Geschichten.
Im Jahr 1994 entschloss sie sich, das vorgegebene Leben zu verlassen und stattdessen die eigenen Vorstellungen umzusetzen. Aus der schon zuvor gestarteten Tätigkeit als IT-Beraterin wurde eine Firma, deren geschäftsführende Gesellschafterin sie heute ist. Aus der Hochzeit wurde eine Scheidung und das Leben wurde durch Theaterrollen, Musik und Gesang bereichert. Dabei schrieb sie weiter. Neben den Kolumnen nun auch Songs und schließlich den ersten Roman, dem weitere folgten.

 "Rausgekickt - Blaue Vögel" ist der Start zu Vera Nentwichs Reihe rund um Schicksalsboten.
Die beiden Schicksalsboten Eins-Zwo und Null-Neun müssen ihre Bewährung schaffen. Normal sollen sie Menschen helfen ihr Schicksal zu erfüllen. Doch die zwei haben einem Menschen übel mitgespielt. Jetzt müssen sie ein Pärchen zusammen bringen. Nur haben sie die Rechnung ohne Mechthild gemacht. Denn Mechthild schafft es durch ihre Missgeschicke immer wieder ihre Pläne zu durchkreuzen. Sie können Mechthild nicht einfach aus dem Weg schaffen sondern müssen versuchen ihr ihre Angst zu nehmen.

In Mechthild kann man sich echt gut hineinversetzten. Denn aus ihrer Sicht ist der Großteil der Geschichte geschrieben. Man bekommt einen Einblick in ihr Leben, ihre Arbeit und ihre Ängste. Auch ihre Entwicklung im der Geschichte ist gut gemacht. Langsam lernt sie sich selbst zu akzeptieren und entdeckt ihre Stärken.
Die Schicksalsboten bleiben geheimnisvoll, aber so auch ihren Reiz. Man bekommt eine kleine Übersicht über ihre Aufgabe, Methoden und ihre Gedanken. Denn auch sie kommen im Laufe der Geschichte immer mal wieder zu Wort.
Auch die anderen Charaktere wirken realistisch und sympathisch.
Das ganze spielt in unserer Welt und in unsere Zeit und könnte durchaus auch genauso gesehen. Dies macht es spannend. Auch Mechthilds unglückliche Missgeschicke. Denn jedem kann mal etwas misslingen, aber bei ihr weiß man nie wie es ausgeht bis man es gelesen hat.
Das Ganze ist mit Witz geschrieben, so dass die Geschichte immer mal wieder aufgelockert wird.
Einen Abzug muss gemacht werden. Denn zwei Worte "Malheur" und "unisono" wiederholen sich immer wieder. Diese könnte man ab und an auch mal durch Synonyme ersetzten. Sie fallen ganz schön auf.



Normal lese ich ja mehr Fantasy, doch Vera Nentwich hat eine wunderbare Aktion ins Leben gerufen ( mehr dazu folgt noch ) und so bin ich an das Buch gekommen. Vielen Dank noch mal für das Rezensionsexemplar. Es ist eine schöne und lustige Geschichte, die mir einen schönen Lesetag beschert hat. Deswegen gibt es von mir 4 von 5 Wölfen.



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